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Erlebnisbericht GOC von Stefan Fries und Anne-Kathrin Wölffing

Wir haben die letzten Jahre sehr viele Turniere getanzt und leider sehr selten mit vielen Paaren. Meist waren es Sichtungsrunden und dann eine Endrunde mit 4 und max 6 Paaren. Wenn es mal eine echte Vorrunde gab, war das eine kleine Sensation. In der A Klasse (wir waren noch B) sah das ähnlich mau aus. Daher waren wir sehr gespannt wie das auf der GOC laufen wird, wo auf einmal 50 bis 125 Paare in unseren Turnieren gemeldet waren.

Zudem sind die Flächen deutlich größer und die Anzahl der Paare in einer Runde auch größer. Also alles neu.


Da wir mit Petr Srutek einen sehr erfahrenen Trainer haben, haben wir vor der GOC mit ihm durchgesprochen, was wir beherzigen sollten (da wir erst 8 Tage vorher aufgestiegen waren) und es hat uns enorm geholfen den Start in diese neue Welt erfolgreich zu beginnen.

Das Turnier war super organisiert und die Zeitpläne wurden exakt eingehalten. Eine völlig neue Erfahrung für uns, da sonst Verspätungen von einer bis 2,5 Stunden die Regel waren. Wir planten als ausreichend Zeit uns warm zu machen und hatten dann Gelegenheit in der alten Reithalle die Fläche zu begutachten. Sie sah zumindest nicht sooo viel größer aus.

Dann gab es 5 min Eintanzen was ein sehr lustiges Erlebnis war, da nahezu alle 38 Paare auf die Fläche gingen und eintanzen wollten. Irgendwie ging es dann auch, aber der "Wuselfaktor" war enorm. Wir wussten ja noch nicht, was uns zwei Tage später erwarten sollte.


Wir tanzten dann mit 12 Paaren auf der Fläche und es gelang uns erstaunlich gut, die Programme auf die Fläche anzupassen und so gut wie keine Unfälle zu haben. Der Stressfaktor war sehr hoch, aber dennoch hatten wir ein gutes Gefühl und mit 16 Kreuzen und 5 geschlagenen Paaren im ersten A- Turnier waren wir zufrieden

Nächster Tag nächstes Turnier GOC Rising Star Sen II.


Alles in etwa wie am Tag zuvor, nur dass hier natürlich S und A Paare tanzten und das Niveau deutlich höher war. Wir tanzten freundlicherweise nur mit 10 Paaren auf der Fläche im Beethoven Saal, die nochmals größer war als in der Reithalle und waren nun ja schon etwas erfahren. Allerdings gab es hier eine Einbahnstraße und alle Paare gingen von einer Seite auf die Fläche und verließen sie auf der anderen. An sich eine schöne Sache, wenn nicht die Musik sofort anfängt sobald das letzte Paar auf der Fläche ist, was natürlich bedeutet, man läuft erst mal noch ein Stück und fühlt sich nicht so wohl, weil man das letzte Paar war. aber sowas passiert einem nur einmal. Allerdings begann dann der „Kampf“ um die Plätze beim Aufstellen. Somit legten wir für uns fest. LW, TG und SF möglichst vorne WW und QS egal. Die Gruppen waren gemischt und wir waren nicht so entspannt wie bei dem A Turnier, wo alles „normal“ ablief und jeder von egal wo auf die Fläche ging. Dennoch ergatterten wir 5 Kreuze und schlugen damit 3 Paare und waren gleich mit weiteren 3 Paaren. Wir waren trotz verpatztem LW zufrieden.


Nun kam am dritten Tag das WDSF Turnier SenII A.


Hier waren es 135 Paare und alles anders. Fläche im Beethoven Saal war bekannt, aber jetzt gab es feste Heats. Das heißt wir tanzten alle 5 Tänze in der gleichen Gruppe. Bei uns war es Gruppe 9 und wir wussten ja vom Tag vorher wir sollten etwas früher da sein und sicherten uns also einen Platz in der Mitte der Aufstellung. Als ich die Paare sah dachte ich: na herzlichen Glückwunsch. Gegen die tanzen wir nun alle Tänze.


Es war ein völlig anderes Erlebnis als am Tag vorher, da man immer mit den gleichen tanzte und das Niveau erheblich höher war, als an den anderen beiden Tagen. Wir stellten also unserer Taktik nochmal um und versuchten einfach nur möglichst ein paar Highlights zu zeigen und ansonsten unaufällig und unfallfrei durchzukommen. Dies gelang uns auch. Am Ende hatten wir 4 Kreuze ergattert und haben 3 Paare geschlagen. Dieses Turnier war in allem anders. Das Niveau war sehr hoch, die Wartezeiten zwischen den Tänzen ca 20 min und die Einteilung in feste Heats gewöhnungsbedürftig. Aber es war auch ein erhabenes Erlebnis dabei sein zu dürfen.


Als wir dann in der Nacht im Ergebnis gesehen haben, dass bis auf ein Paar welches nur 8 Plätze vor uns lag, alle anderen 80 bis 100 Plätze vor uns lagen, waren wir auf dieses Turnier besonders stolz.


Alles in allem müssen wir noch viel lernen, haben aber jetzt schon mal Erfahrung mit internationalem Tanzen und Spaß daran gefunden das zu erleben.


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